Teeküche im Büro: die drei häufigsten Hygienefallen

Spüllappen, Kaffeemaschine und Kühlschrank sind die drei Stellen, an denen sich in der Büroküche am schnellsten Keime sammeln. Was täglich und was wöchentlich gemacht wird und welche Regeln das Team selbst tragen muss.

Stefan Wizke, Inhaber von Prestige Clean

Stefan Wizke
Inhaber von Prestige Clean

Büro7 min Lesezeit
Schmale Büroküche mit Kaffeevollautomat auf einer langen Theke, Holzhockern, Spüle und Wasserkocher vor roter Wand

In der Teeküche eines Büros sammeln sich Keime vor allem an drei Stellen: im Spüllappen, in der Kaffeemaschine und im Kühlschrank. Alle drei sehen länger sauber aus, als sie es sind, und bei allen dreien reicht die Reinigung allein nicht aus. Sauber bleibt die Büroküche, wenn die tägliche Reinigung, ein wöchentlicher Takt für die Geräte und ein paar klare Regeln für das Team zusammenspielen.

Warum die Büroküche hygienisch anspruchsvoller ist als der Rest des Büros

Am Schreibtisch arbeitet eine Person, in der Teeküche arbeiten alle. Hier kommen Lebensmittel, Feuchtigkeit und viele Hände zusammen, und niemand fühlt sich allein zuständig. Genau diese Mischung macht die Küche zum Raum, in dem sich Keime schneller vermehren als an jedem Arbeitsplatz.

Dazu kommt, dass Hygieneprobleme in der Küche lange unsichtbar bleiben. Ein Waschbecken im WC zeigt Kalkränder, ein Spüllappen sieht auch dann noch ordentlich aus, wenn er es längst nicht mehr ist. Der Blick auf die folgenden drei Stellen lohnt sich deshalb mehr als eine noch glänzendere Arbeitsplatte.

Erste Hygienefalle: Spüllappen und Schwamm

Der Spüllappen ist in fast jeder Büroküche die größte Keimquelle. Er ist dauerhaft feucht, nimmt Speisereste auf und liegt bei Raumtemperatur neben der Spüle. Wird er nach dem Einsatz nur ausgedrückt und am nächsten Tag weiterverwendet, verteilt er beim Wischen genau das auf der Arbeitsfläche, was er vorher aufgenommen hat.

  • Spültücher täglich tauschen und bei hoher Temperatur waschen.
  • Schwämme nicht mehrere Wochen nutzen, sondern früh ersetzen.
  • Für Arbeitsflächen und Tische eigene Tücher nutzen, nicht den Spüllappen.
  • Tücher der Küche farblich klar von denen des Sanitärbereichs trennen.

Der letzte Punkt ist in der professionellen Reinigung Standard. Wie das Farbsystem funktioniert, steht im Beitrag Sanitärreinigung im Büro: Reihenfolge und Fehlerquellen.

Zweite Hygienefalle: die Kaffeemaschine

Die Kaffeemaschine ist das meistgenutzte Gerät im Büro und wird oft nur von außen abgewischt. Innen entstehen dabei die eigentlichen Probleme: stehendes Wasser im Tank, feuchter Kaffeesatz im Behälter, Milchreste in Schläuchen und Düsen und eine Tropfschale, die erst geleert wird, wenn sie überläuft.

Besonders heikel ist das Milchsystem. Milchreste sind ein idealer Nährboden, und in Schläuchen sieht man sie nicht. Hat Ihre Maschine einen Milchaufschäumer, braucht er nach jedem Arbeitstag das Spülprogramm des Herstellers. Wer das übernimmt, sollte feststehen, sonst übernimmt es niemand.

Dritte Hygienefalle: der Kühlschrank

Der Büro-Kühlschrank scheitert selten an der Reinigung, sondern an seinem Inhalt. Vergessene Lebensmittel, offene Milchpackungen und Reste vom Mittagessen verderben im Hintergrund. Die Reinigungskraft kann daran wenig ändern, weil sie nicht entscheiden darf, was weg kann.

Bewährt hat sich ein fester Räumtag pro Woche. An diesem Tag wird alles entsorgt, was nicht beschriftet ist, danach wird der leere Kühlschrank ausgewischt, einschließlich Türdichtung und Gemüsefach. Achten Sie auch auf die Temperatur: Für Lebensmittel werden meist höchstens 7 Grad empfohlen, viele Büro-Kühlschränke stehen wärmer, weil die Tür ständig geöffnet wird.

Mikrowelle, Spülmaschine und Wasserkocher nicht vergessen

Neben den drei großen Fallen gibt es Geräte, die still verschmutzen. Die Mikrowelle ist der Klassiker: Spritzer vom Mittagessen trocknen an der Decke des Garraums an und werden mit jedem Aufwärmen härter. Ein wöchentliches Auswischen, bei Bedarf nach kurzem Erhitzen einer Schale Wasser, löst sie ohne Kratzen.

Die Spülmaschine reinigt Geschirr, aber nicht sich selbst. Siebe am Boden sammeln Speisereste und beginnen zu riechen, die Türdichtung setzt Beläge an. Beides gehört in einen festen, selteneren Takt. Beim Wasserkocher ist es der Kalk: Er ist hygienisch weniger kritisch, verlängert aber die Kochzeit und landet als Flocken in der Tasse. Entkalkt wird je nach Wasserhärte, spätestens sobald sich sichtbar Belag bildet.

Für alle diese Geräte gilt dieselbe Frage wie bei der Kaffeemaschine: Wer ist zuständig? Ist das nicht geklärt, geht jede Seite davon aus, dass die andere es erledigt. Eine kurze Zeile im Leistungsverzeichnis beendet diese Unsicherheit dauerhaft und kostet bei der Besichtigung eine Minute.

Was täglich und was wöchentlich gemacht wird

Ein klarer Takt verhindert, dass Aufgaben liegen bleiben, weil sie niemandem zugeordnet sind. Diese Aufteilung passt für die meisten Büroküchen mit täglicher Nutzung:

AufgabeTaktZuständig
Arbeitsflächen, Tische, Spüle, ArmaturentäglichReinigung
Griffe von Kühlschrank, Schränken und GerätentäglichReinigung
Boden und AbfalltäglichReinigung
Tropfschale und Satzbehälter der Kaffeemaschinetäglichnach Absprache
Geschirr in die Spülmaschine räumenlaufendTeam
Kühlschrank räumenwöchentlichTeam
Kühlschrank und Mikrowelle innen auswischenwöchentlichReinigung
Entkalken der Kaffeemaschinenach Herstellerangabenach Absprache

Wie sich der Takt der Küche in den Rhythmus des ganzen Büros einfügt, steht im Beitrag Wie oft sollte ein Büro gereinigt werden?

Welche Regeln das Team selbst tragen muss

Keine Reinigung der Welt hält eine Küche sauber, in der tagsüber niemand Verantwortung übernimmt. Drei Regeln reichen in den meisten Büros aus, und sie funktionieren am besten, wenn sie einmal klar erklärt und sichtbar ausgehängt werden:

  1. Geschirr direkt in die Spülmaschine. Nicht in die Spüle, nicht auf die Arbeitsfläche.
  2. Lebensmittel im Kühlschrank beschriften. Mit Namen und Datum, sonst gehen sie am Räumtag in den Abfall.
  3. Übergelaufenes sofort wegwischen. Eingetrocknete Milch und Kaffee lösen sich abends deutlich schwerer.

Diese Regeln entlasten nicht nur die Reinigung. Sie sorgen vor allem dafür, dass die abendliche Reinigung wirklich reinigen kann, statt erst einmal aufzuräumen.

So sorgen wir für eine saubere Teeküche

Bei uns reinigen feste Teams, die das Büro und seine Küche kennen. Was zur Reinigung gehört und was beim Team bleibt, etwa das Geschirr, die Kaffeemaschine oder der Kühlschrank, legen wir bei der kostenlosen Besichtigung gemeinsam fest und schreiben es ins Leistungsverzeichnis. Sie bekommen einen Festpreis pro Monat, die Vereinbarung ist monatlich kündbar, bei Ausfall kommt eine Vertretung, und auf Anfragen antworten wir werktags innerhalb von 24 Stunden. Mehr zur laufenden Leistung steht auf der Seite zur Büroreinigung in Hamburg.

Häufige Fragen

Wie oft sollte die Teeküche im Büro gereinigt werden?

Arbeitsflächen, Spüle, Griffe und Boden an jedem Tag, an dem die Küche genutzt wird. Kühlschrank, Mikrowelle innen und die gründlichere Reinigung der Kaffeemaschine in einem wöchentlichen Takt. Entkalken und das Abtauen eines Kühlschranks ohne Abtauautomatik laufen seltener und richten sich nach Wasserhärte und Herstellerangaben.

Warum ist der Spüllappen die größte Keimquelle?

Weil er ständig feucht ist, Speisereste aufnimmt und bei Raumtemperatur liegt. Das sind ideale Bedingungen für Bakterien. Wird er nur ausgespült und wieder verwendet, verteilt er die Keime beim nächsten Wischen auf der Arbeitsfläche. Besser sind Tücher, die täglich getauscht und heiß gewaschen werden, oder Einmaltücher für die Arbeitsfläche.

Wer ist für den Kühlschrank im Büro zuständig?

Für das Innenleben das Team, für die Reinigung die Reinigung. Die Reinigungskraft kann keinen Joghurt wegwerfen, von dem sie nicht weiß, ob er noch gebraucht wird. Bewährt hat sich ein fester Räumtag, an dem alles ohne Namen entsorgt wird. Danach kann der leere Kühlschrank ausgewischt werden.

Gehört das Geschirr zur Büroreinigung?

Das ist Verhandlungssache und sollte ausdrücklich geregelt sein. Viele Büros halten es so, dass das Team sein Geschirr selbst in die Spülmaschine räumt und die Reinigung die Maschine abends startet oder ausräumt. Ein Stapel Tassen in der Spüle ist dagegen keine Reinigungsaufgabe, sondern eine offene Absprache.

Wie wird die Kaffeemaschine im Büro hygienisch gehalten?

Tropfschale und Satzbehälter werden täglich geleert und ausgespült, der Wassertank regelmäßig gereinigt und mit frischem Wasser befüllt. Hat die Maschine ein Milchsystem, braucht es nach jedem Arbeitstag das vom Hersteller vorgesehene Spülprogramm. Entkalkt wird nach Anzeige oder Herstellerangabe. Wer diese Aufgaben übernimmt, gehört ins Leistungsverzeichnis.

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