Schreibtisch reinigen im Büro: was die Reinigungsfirma übernimmt

Wer wischt den Schreibtisch, wer die Tastatur? Was im Rahmen der Unterhaltsreinigung an Oberflächen anfällt, was beim Team bleibt und wie sich die Grenze im Leistungsverzeichnis festhalten lässt.

Stefan Wizke, Inhaber von Prestige Clean

Stefan Wizke
Inhaber von Prestige Clean

Büro5 min Lesezeit
Heller Büroschreibtisch mit Tastatur, Stiftebecher, Tischklingel und Tischkalender vor einem schwarzen Bürostuhl

Die Reinigungsfirma reinigt den Schreibtisch, soweit die Fläche frei ist: Tischplatte, leere Ablagen und den Boden darunter. Alles, was dafür bewegt werden müsste, bleibt beim Team, also Unterlagen, persönliche Gegenstände und in der Regel auch die Technik. Die Grenze muss nicht auf Vermutungen beruhen. Im Leistungsverzeichnis lässt sich die Grenze eindeutig festhalten. Wie, zeigt dieser Beitrag.

Wer macht was: die Faustregel für Arbeitsplätze

Als Faustregel gilt: Die Reinigungsfirma arbeitet an dem, was frei zugänglich ist. Das Team entscheidet, was auf dem Tisch liegt, und räumt weg, was nicht berührt werden soll. So weiß jede Seite, wofür sie zuständig ist, und Reklamationen wie „mein Tisch wurde nicht gemacht“ lösen sich meist von selbst: Der Tisch war belegt.

BereichReinigungsfirmaTeam
Freie Tischplattefeucht wischen im vereinbarten TurnusFläche frei halten
Unterlagen, Notizen, Postbleiben unberührtwegräumen oder ablegen
Persönliche Gegenständebleiben unberührtselbst ordnen und pflegen
Tastatur, Maus, Monitornur wenn im Leistungsverzeichnis vereinbartsonst selbst abwischen
Boden unter dem Tischsaugen oder wischenStühle und Kabel zugänglich lassen

Diese Flächen übernimmt die Reinigungsfirma

Im Rahmen der Unterhaltsreinigung gehören die erreichbaren Oberflächen dazu. Welche genau, unterscheidet sich von Büro zu Büro, typisch sind:

  • Tischplatte. Freie Fläche abwischen, Ringe und Krümel entfernen.
  • Ablagen und Fensterbank. Soweit sie leer sind und ohne Umräumen erreichbar.
  • Kontaktstellen. Türgriffe, Lichtschalter und Schrankgriffe, die täglich viele Hände sehen.
  • Boden. Auch unter dem Tisch, wenn Stuhl und Kabel das zulassen.

Was beim Team bleibt, wegen persönlicher Gegenstände

Familienfotos, Pflanzen, Tassen, Notizzettel und der angefangene Vorgang gehören nicht in die Hände der Reinigung. Das schützt beide Seiten: Wer etwas verschiebt, kann es verlegen, beschädigen oder Unterlagen vertauschen. Deshalb gilt: Was erkennbar zum Arbeitsplatz gehört, bleibt unberührt, und die Fläche darunter wird im Zweifel ausgelassen.

Tastatur und Monitor als Sonderfall Technik

Technik sollte nur gereinigt werden, wenn das ausdrücklich vereinbart ist. Der Grund: Bildschirme und Tastaturen vertragen nicht jedes Mittel, und ein laufender Rechner mit geöffnetem Dokument ist keine Fläche für den Putzlappen. Wo es gewünscht wird, kann das Leistungsverzeichnis festlegen, dass Tastatur und Monitor außen mit einem geeigneten Tuch abgewischt werden, bei ausgeschaltetem Gerät. Wo nicht, wischt das Team selbst.

Clean Desk Regeln helfen beiden Seiten

Eine Clean Desk Regel verlangt, dass am Feierabend die Arbeitsfläche frei ist. Für die Reinigung ist das ideal, weil jede Tischplatte erreichbar ist. Für das Büro schützt es zusätzlich vertrauliche Unterlagen, denn was im Schrank liegt, ist nicht offen einsehbar. Wer die Regel nicht täglich durchsetzen will, kann einen festen Tag pro Woche wählen, an dem alle Tische komplett frei sind, damit die Reinigung einmal gründlich arbeiten kann.

Wo Unterlagen offen liegen, spielt die Reinigung am Abend auch eine Rolle für den Datenschutz. Wie sich Zugang, Schlüssel und Unterlagen sinnvoll regeln lassen, haben wir im Beitrag Datenschutz bei der Büroreinigung beschrieben. Das ist eine Einordnung und keine Rechtsberatung.

Geteilte Arbeitsplätze brauchen eigene Absprachen

Bei wechselnden Nutzern, etwa im Schichtbetrieb oder bei Hot Desking, ist der Tisch tagsüber nie dauerhaft frei oder belegt. Hier hilft eine einfache Regel: Wer geht, räumt seine Sachen mit, und die Tischplatte gilt dann als frei. Die Reinigung am Abend trifft dann auf leere Flächen und kann sie wie vereinbart abwischen. Wo viele Personen denselben Tisch nutzen, kann zusätzlich ein häufigerer Turnus für die Tischplatte sinnvoll sein. Ob das nötig ist, sehen wir bei der Besichtigung am tatsächlichen Betrieb.

Die Grenze im Leistungsverzeichnis festhalten

Damit die Zuständigkeit nicht Auslegungssache bleibt, gehören vier Punkte schriftlich in das Leistungsverzeichnis:

  1. Welche Flächen? Freie Tischplatten, Ablagen, Fensterbänke.
  2. Wie oft? Täglich, mehrmals pro Woche oder wöchentlich, je Fläche.
  3. Was bleibt unberührt? Unterlagen, persönliche Gegenstände, Technik, soweit nicht anders vereinbart.
  4. Was passiert bei belegten Tischen? Fläche auslassen, kein Aufräumen.

Wie ein solches Dokument aufgebaut ist, steht im Beitrag Leistungsverzeichnis Reinigung: was drinstehen muss.

Besichtigung statt Annahmen

Wir schauen uns Ihre Arbeitsplätze gemeinsam mit Ihnen an, klären, welche Flächen frei sind und was das Team selbst übernimmt, und halten alles im Leistungsverzeichnis fest. Sie erhalten einen Festpreis pro Monat, monatlich kündbar. Mehr zu unserer Büroreinigung in Hamburg.

Häufige Fragen

Wischt die Reinigungsfirma den Schreibtisch jeden Tag ab?

Das hängt vom vereinbarten Turnus und vom Leistungsverzeichnis ab. Üblich ist, dass freie Flächen im festen Rhythmus feucht gewischt werden. Bei der Besichtigung klären wir, welcher Takt zu Ihrem Büro passt.

Werden Tastatur und Monitor mitgereinigt?

Nur, wenn es ausdrücklich im Leistungsverzeichnis steht. Technik ist empfindlich und enthält oft vertrauliche Inhalte auf dem Bildschirm, deshalb halten wir das schriftlich fest und gehen nicht von einer stillschweigenden Zustimmung aus.

Was passiert mit Unterlagen auf dem Tisch?

Sie werden nicht angefasst. Die betroffene Fläche bleibt dann ungereinigt, bis sie frei ist. Eine Clean Desk Regel verhindert das und sorgt dafür, dass die Reinigung am Morgen sichtbar wirkt.

Wer reinigt die Schreibtische bei Hot Desking?

Dort sind freie Flächen die Regel, was die Reinigung leichter macht. Wie oft und wie gründlich zwischen den Nutzern gereinigt wird, legen wir bei der Besichtigung fest.

Was kostet die Reinigung der Arbeitsplätze?

Preise nennen wir erst nach der Besichtigung, weil Anzahl der Arbeitsplätze, Ausstattung und Turnus den Aufwand bestimmen. Sie erhalten danach einen Festpreis pro Monat, monatlich kündbar.

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