
Die kurze Antwort: Ein Quadratmeterpreis allein beantwortet die Frage nicht. Er sagt nichts darüber, wie oft gereinigt wird, was jedes Mal gemacht wird und wie viel Sanitär im Objekt steckt. Zwei Büros mit derselben Fläche können sich im Aufwand leicht verdoppeln. Was Sie aber vorher verstehen können, ist die Rechnung dahinter. Wer sie kennt, sieht einem Angebot in zehn Minuten an, ob es aufgeht.
Warum ein Quadratmeterpreis am Telefon nichts wert ist
Reinigungspreise sind Zeitpreise. Fast alles am Monatsbetrag ist Lohn, dazu kommen Lohnnebenkosten, Material, Fahrzeit und Verwaltung. Eine Zahl pro Quadratmeter ist deshalb erst dann eine Aussage, wenn daneben steht, in welcher Frequenz und mit welchem Leistungsumfang sie gilt.
Ein Beispiel aus der Praxis: Zwei Büros mit gleicher Fläche, das eine ein offener Raum mit zwölf Arbeitsplätzen und einem WC, das andere ein Altbaugeschoss mit neun Einzelbüros, zwei Sanitärbereichen, einer Teeküche und einem Besprechungsraum. Dieselbe Fläche, deutlich mehr Minuten. Wer am Telefon trotzdem einen Preis nennt, rät.
Welche Faktoren den Preis im Büro wirklich treiben
Fünf Größen entscheiden über den Aufwand. In dieser Reihenfolge sollten Sie sie betrachten, wenn Sie ein Angebot einordnen wollen:
- Turnus. Ob täglich, dreimal die Woche oder einmal wöchentlich gereinigt wird, ist der größte einzelne Hebel am Monatspreis. Alles andere bewegt sich in kleineren Schritten.
- Zahl der Arbeitsplätze. Sie bestimmt Papierkörbe, Tischflächen, Tastaturen und Laufwege. Für den Aufwand ist die Belegung oft aussagekräftiger als die Quadratmeterzahl.
- Sanitäranteil. Ein WC pro Etage ist etwas anderes als zwei Sanitärbereiche mit Duschen. Sanitär ist der zeitintensivste Teil im Büro und läuft in aller Regel häufiger als der Rest.
- Raumzuschnitt. Offene Flächen lassen sich in langen Bahnen arbeiten, viele Einzelbüros kosten Türen, Kanten und Wege.
- Bodenbelag. Textilbelag wird gesaugt und punktuell behandelt, Hartboden gewischt, Naturstein braucht die passende Chemie. Der Belag entscheidet auch darüber, in welchem Abstand eine Grundreinigung sinnvoll ist.
Stundensatz oder Objektpauschale: was wann passt
In der Praxis begegnen Ihnen drei Modelle. Keines ist grundsätzlich besser, sie messen nur unterschiedliche Dinge.
| Modell | Passt zu | Worauf achten |
|---|---|---|
| Monatspauschale je Objekt | laufende Unterhaltsreinigung mit festem Turnus | Leistungsverzeichnis muss die Frequenz je Position nennen |
| Preis je Quadratmeter | Vergleich großer, gleichartiger Flächen | ohne Frequenz und Leistungsumfang nicht vergleichbar |
| Stundensatz | Grundreinigung, Sonderreinigung, Bauabschluss | für die laufende Reinigung schlecht kalkulierbar |
Für die laufende Büroreinigung ist die Monatspauschale in aller Regel die ruhigste Lösung: Sie wissen, was kommt, und wir wissen, was zu tun ist. Wie wir das im Alltag umsetzen, steht auf unserer Seite zur Büroreinigung in Hamburg.
Sanitär, Teeküche und Material verschieben die Kalkulation
Wer nur die Bürofläche zählt, unterschätzt den Aufwand regelmäßig. Sanitärbereiche und Teeküche sind kleine Flächen mit großem Zeitanteil, weil dort Handarbeit gefragt ist: Waschbecken, Armaturen, Spiegel, Ablagen, WC innen und außen, dazu das Nachfüllen von Papier und Seife. Ein Raum von wenigen Quadratmetern kann so viel Zeit binden wie eine ganze Büroetage.
Deshalb bekommen Sanitär und Küche in einem sauberen Leistungsverzeichnis eine eigene Zeile mit eigener Frequenz. Wird das zusammengeworfen, entsteht genau die Lücke, über die später gestritten wird.
Ein eigener Posten ist das Verbrauchsmaterial. Papierhandtücher, Toilettenpapier, Seife, Müllbeutel und gelegentlich Duftspender sind echte Kosten, und sie schwanken mit der Zahl der Nutzer. Zwei saubere Wege gibt es: Sie stellen das Material selbst und wir füllen nach, oder wir liefern es und weisen die Position getrennt aus.
Unsauber ist der dritte Weg, bei dem im Angebot nichts dazu steht. Dann taucht das Thema nach drei Monaten als Nachtrag auf, und der ursprünglich günstige Preis war nie der Preis.
Woran Sie ein zu günstiges Angebot erkennen
Weil Reinigung fast vollständig aus Arbeitszeit besteht, kann ein deutlich unter dem Marktniveau liegendes Angebot nur an einer Stelle sparen: an den Minuten im Objekt. Das merken Sie nicht im ersten Monat, sondern im vierten. Erst bleiben die Fensterbänke aus, dann die Tastaturen, dann kommt jemand nur noch jede zweite Woche und hofft, dass es niemand zählt.
Drei Warnsignale stehen schon im Angebot:
- Keine Frequenz je Position, sondern nur eine Summe und das Wort Unterhaltsreinigung.
- Keine getrennte Behandlung von Sanitär und Küche, obwohl beides einen anderen Takt braucht.
- Keine Aussage dazu, wer bei Krankheit und Urlaub vertritt.
Bei uns arbeiten feste Teams im Objekt, wir sind betriebshaftpflichtversichert und stellen bei Ausfall eine Vertretung. Das ist kein Zusatz, sondern Teil dessen, was ein Preis tragen muss.
Diese Positionen gehören in ein belastbares Angebot
Ein Angebot, auf das Sie sich in zwei Jahren noch berufen können, beantwortet fünf Fragen schriftlich:
- Welche Flächen? Büroräume, Verkehrsflächen, Besprechungsraum, Sanitär, Teeküche, Empfang, Treppenhaus, jeweils benannt.
- Welche Tätigkeiten? Papierkörbe, freie Tischflächen, Böden, Handkontaktflächen wie Türgriffe und Lichtschalter, Glasflächen im Innenbereich.
- In welcher Frequenz? Was bei jedem Einsatz passiert und was in größeren Abständen läuft, etwa Fensterbänke, Heizkörper oder Schrankoberseiten.
- Wer stellt das Verbrauchsmaterial? Und zu welchen Bedingungen wird nachgefüllt.
- Was ist ausdrücklich nicht dabei? Grundreinigung, Fensterreinigung von außen, Sonderreinigung nach Umzügen.
Erst mit diesen fünf Antworten lassen sich zwei Angebote vergleichen. Ohne sie vergleichen Sie zwei Zahlen, die verschiedene Dinge bedeuten.
Der Turnus ist der Hebel, nicht der Rabatt
Bevor Sie am Preis verhandeln, lohnt sich die Frage, ob der Takt überhaupt zu Ihrem Büro passt. Häufig ist er zu hoch angesetzt, weil er einmal so festgelegt wurde und niemand ihn seither überprüft hat. Manchmal ist er auch zu niedrig, was am Ende teurer wird, weil sich Schmutz festsetzt und die nächste Grundreinigung vorzieht.
Welcher Rhythmus zu welchem Büro passt, haben wir im Beitrag Wie oft sollte ein Büro gereinigt werden? aufgeschlüsselt.
So kommen Sie zu einer Zahl, die trägt
Schreiben Sie uns kurz, um welches Objekt es geht, oder rufen Sie an. Wir schauen uns die Räume gemeinsam an, sagen Ihnen offen, welcher Turnus aus unserer Sicht reicht, und Sie bekommen danach einen Festpreis pro Monat mit aufgeschlüsseltem Leistungsverzeichnis. Die Besichtigung ist kostenlos und unverbindlich, auf Anfragen antworten wir werktags binnen 24 Stunden, und die Vereinbarung bleibt monatlich kündbar.
Häufige Fragen
Rechnet man Büroreinigung nach Fläche oder nach Stunden ab?
Beides kommt vor. Für die laufende Unterhaltsreinigung ist eine feste Monatspauschale üblich, weil beide Seiten wissen, woran sie sind. Der Stundensatz passt zu einmaligen Leistungen wie Grundreinigung oder Sonderreinigung nach einem Umbau. Ein reiner Quadratmeterpreis ohne Angabe der Frequenz ist keine Kalkulation, sondern eine Zahl ohne Bezug.
Warum kostet ein Büro mit vielen Einzelräumen mehr als eine offene Fläche?
Wegen der Wege und der Kanten. Auf einer offenen Fläche lässt sich in langen Bahnen arbeiten, bei Einzelbüros kommen Türen, Möbelkanten, eigene Papierkörbe und ständiges Umsetzen des Geräts dazu. Dieselbe Quadratmeterzahl kostet dadurch spürbar mehr Zeit, und Zeit ist in der Reinigung der Preis.
Ist Verbrauchsmaterial im Monatspreis enthalten?
Nur wenn es ausdrücklich so vereinbart ist. Papierhandtücher, Toilettenpapier, Seife und Müllbeutel sind ein realer Kostenblock, der mit der Zahl der Nutzer schwankt. Sauber ist es, die Position getrennt auszuweisen: entweder Sie stellen das Material selbst oder wir liefern es und rechnen es gesondert ab.
Kommt zum Angebot noch die Grundreinigung dazu?
Wenn ein Büro über längere Zeit nur oberflächlich gereinigt wurde, empfiehlt sich eine einmalige Grundreinigung zum Start. Die gehört als eigene Position ins Angebot und nicht in den Monatspreis. Steht sie ohne Aufpreis in der Pauschale, ist sie entweder eingerechnet oder sie findet nicht statt.
Wie lange bin ich an den vereinbarten Preis gebunden?
Unsere Vereinbarungen sind monatlich kündbar. Sie bekommen einen Festpreis pro Monat für die vereinbarte Leistung und sind nicht auf Jahre gebunden. Ändert sich am Objekt dauerhaft etwas, etwa durch mehr Arbeitsplätze oder eine zusätzliche Etage, sprechen wir vorher über den Turnus statt hinterher nachzuberechnen.
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